{"id":2080,"date":"2015-04-05T20:17:19","date_gmt":"2015-04-05T18:17:19","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fu-frechen.de\/?p=2080"},"modified":"2015-06-26T21:29:41","modified_gmt":"2015-06-26T19:29:41","slug":"das-rheinland-zu-preussen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fu-frechen.de\/?p=2080","title":{"rendered":"Das Rheinland zu Preu\u00dfen!"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_2102\" style=\"width: 257px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/www.fu-frechen.de\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/26b.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-2102\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-2102\" src=\"https:\/\/www.fu-frechen.de\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/26b-268x300.jpg\" alt=\"26b\" width=\"247\" height=\"276\" srcset=\"https:\/\/www.fu-frechen.de\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/26b-268x300.jpg 268w, https:\/\/www.fu-frechen.de\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/26b-916x1024.jpg 916w, https:\/\/www.fu-frechen.de\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/26b-624x698.jpg 624w, https:\/\/www.fu-frechen.de\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/26b.jpg 1486w\" sizes=\"(max-width: 247px) 100vw, 247px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-2102\" class=\"wp-caption-text\">Wappen der preu\u00dfischen Rheinprovinz am Rathaus in Frechen<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong class=\"wp-image-2130\">S<\/strong>o wurde es in Wien am Konferenz- und Kartentisch ausgehandelt: \u00dcber die K\u00f6pfe der Bev\u00f6lkerung hinweg, und entgegen den Anspr\u00fcchen vormaliger Territorialherren: Am 05. April 1815 \u00fcbernahm Preu\u00dfen das Rheinland, das zuvor unter Napoleon (linksrheinisch) zu Frankreich geh\u00f6rt hatte. Das ist genau 200 Jahre her &#8211; und darum, wie \u00fcblich, als runde Zahl Anlass zu R\u00fcckblicken in den Medien.<br \/>\nWarum soll einen das interessieren? Weil an Geschichte immer Fragen aus der Gegenwart gestellt werden. So wollen wir schon wissen, welche Folgen die Einrichtung der preu\u00dfischen Rheinprovinz f\u00fcr das Rheinland hatte und noch hat. Und da kommt eine ganze Menge Stoff zusammen. mehr &gt;<a href=\"http:\/\/www.danke-berlin-2015.de\/presseschau\/\">Presseschau\u00a0|\u00a0Danke Berlin 2015<\/a><br \/>\nWir haben hier schon mehrfach die Geschichte der linksrheinischen Gebiete und der Stadt K\u00f6ln thematisiert, mit Schwerpunkt Mittelalter. Da ging es auch um die engen Grenzen des K\u00f6lner Territoriums ( <em>&gt;Mittelalter-Magazin:<\/em> <em>K\u00f6lns<\/em> <em>Raumproblem<\/em>). Mit der \u00dcbernahme durch Preu\u00dfen blieben die M\u00f6glichkeiten K\u00f6lns zur <a href=\"https:\/\/www.fu-frechen.de\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/IMG_3897.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\" size-medium wp-image-2193 alignright\" src=\"https:\/\/www.fu-frechen.de\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/IMG_3897-300x252.jpg\" alt=\"IMG_3897\" width=\"300\" height=\"252\" srcset=\"https:\/\/www.fu-frechen.de\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/IMG_3897-300x252.jpg 300w, https:\/\/www.fu-frechen.de\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/IMG_3897-1024x859.jpg 1024w, https:\/\/www.fu-frechen.de\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/IMG_3897-624x524.jpg 624w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Ausdehnung bzw. Stadterweiterung zun\u00e4chst weiterhin begrenzt: K\u00f6ln wurde Festungsstadt mit Blick nach Westen (Frankreich!). Die mittelalterliche Stadtmauer (4. in der nebenstehenden Skizze) hatte kaum noch milit\u00e4rischen Wert und wurde nach 1880 weitgehend abgetragen. Um die &#8222;Neustadt&#8220; vor den Ringen war bereits ein G\u00fcrtel aus kleinen Forts (5. in der Skizze) entstanden; nach dem Deutsch-Franz\u00f6sischen Krieg (1870\/71) zog man den Halbkreis weiter und legte den Milit\u00e4rring (6.) mit einem weitgespannten G\u00fcrtel von moderneren Forts an. Letztere wurden nach dem Ersten Weltkrieg weitgehend geschleift. Einige wenige sind noch erhalten und z.T. zu besichtigen. Das sind milit\u00e4rische \u00dcberreste<a href=\"https:\/\/www.fu-frechen.de\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/26-e1428266069994.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"  wp-image-2090 alignright\" src=\"https:\/\/www.fu-frechen.de\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/26-e1428266069994-300x249.jpg\" alt=\"26\" width=\"251\" height=\"208\" srcset=\"https:\/\/www.fu-frechen.de\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/26-e1428266069994-300x249.jpg 300w, https:\/\/www.fu-frechen.de\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/26-e1428266069994-1024x849.jpg 1024w, https:\/\/www.fu-frechen.de\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/26-e1428266069994-624x518.jpg 624w\" sizes=\"(max-width: 251px) 100vw, 251px\" \/><\/a> aus der Preu\u00dfenzeit (rechts im Bild: Fort Deckstein, Teil des S\u00fcdfl\u00fcgels, R\u00fcckfront stadtseitig).<br \/>\nZivilere Hinterlassenschaften aus dieser Zeit sind z.B. der Hauptbahnhof, die Hohenzollernbr\u00fccke und die S\u00fcdbr\u00fccke, oder besser: K\u00f6lns Ausbau zum Eisenbahnknotenpunkt im Westen.<br \/>\nUnd wie lange blieben K\u00f6ln und das Rheinland preu\u00dfisch? Bekanntlich \u00fcbernahmen die alliierten Siegerm\u00e4chte am Ende des Zweiten Weltkriegs die Regierungsgewalt in Deutschland und setzten vorrangig die Zerschlagung Preu\u00dfens ins Werk, weil ihnen Preu\u00dfen als Inbegriff des Militarismus und des Strebens nach Vorherrschaft in Mitteleuropa galt. Beides wollten sie f\u00fcr Deutschland in Zukunft ausschlie\u00dfen. Doch bald nach 1945 gingen bekanntlich die Zielvorstellungen der Alliierten immer weiter auseinander, sodass einige Jahre sp\u00e4ter eine Remilitarisierung im geteilten Deutschland eingeleitet wurde (Bundeswehr, Nationale Volksarmee).<br \/>\nDie Bundeswehr wollte nicht allzu &#8222;preu\u00dfisch&#8220; sein und stellte das Ideal des &#8222;B\u00fcrgers in Uniform&#8220; auf, d.h. die Bw sollte die Armee eines demokratischen Staates ohne den fr\u00fcher gew\u00fcnschten &#8222;Kadavergehorsam&#8220; sein. Die NVA orientierte sich ideologisch anders, hatte aber kein Problem damit, z.B. den preu\u00dfischen Stechschritt bei Paraden zu exerzieren. Naja, zur\u00fcck zum Rheinland: Hier blieb uns in den 1950er und 1960er Jahren noch an einigen Tankstellen die Marke &#8222;Rheinpreu\u00dfen&#8220; als historische Erinnerung erhalten. Ansonsten schauen in K\u00f6ln und am Deutschen Eck in Koblenz (ehemals Provinzhauptstadt von Rheinpreu\u00dfen) noch Preu\u00dfenk\u00f6nige vom hohen Ross ihrer Reiterdenkm\u00e4ler auf uns herab.<br \/>\nWas k\u00f6nnen uns diese Denkm\u00e4ler heute zu denken geben? Vielleicht &#8222;Sic transit gloria mundi&#8220; (So vergeht der Ruhm der Welt) &#8211; und dass man am Ende, selbst auf hohem Ross, noch von Tauben bekleckert wird, die wie die Nachfahren der ehemaligen Untertanen den fr\u00fcher gewohnten Respekt vermissen lassen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"aligncenter  wp-image-256\" src=\"https:\/\/www.fu-frechen.de\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/13g+-300x219.jpg\" alt=\"13g+\" width=\"90\" height=\"66\" srcset=\"https:\/\/www.fu-frechen.de\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/13g+-300x219.jpg 300w, https:\/\/www.fu-frechen.de\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/13g+-624x457.jpg 624w, https:\/\/www.fu-frechen.de\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/13g+.jpg 864w\" sizes=\"(max-width: 90px) 100vw, 90px\" \/><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>So wurde es in Wien am Konferenz- und Kartentisch ausgehandelt: \u00dcber die K\u00f6pfe der Bev\u00f6lkerung hinweg, und entgegen den Anspr\u00fcchen vormaliger Territorialherren: Am 05. 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