{"id":313,"date":"2013-06-27T12:49:24","date_gmt":"2013-06-27T10:49:24","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fu-frechen.de\/?p=313"},"modified":"2023-08-27T23:49:08","modified_gmt":"2023-08-27T21:49:08","slug":"koln-notizen-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fu-frechen.de\/?p=313","title":{"rendered":"K\u00f6ln-Notizen #2"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"https:\/\/www.fu-frechen.de\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/50.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-medium wp-image-278 alignleft\" src=\"https:\/\/www.fu-frechen.de\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/50-300x191.jpg\" alt=\"50\" width=\"256\" height=\"164\" srcset=\"https:\/\/www.fu-frechen.de\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/50-300x191.jpg 300w, https:\/\/www.fu-frechen.de\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/50-1024x654.jpg 1024w, https:\/\/www.fu-frechen.de\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/50-624x398.jpg 624w\" sizes=\"(max-width: 256px) 100vw, 256px\" \/><\/a><strong>K<\/strong>\u00f6ln hat nicht nur <strong>K<\/strong>l\u00fcngel und teils kitschigen <strong>K<\/strong>arneval zu bieten (woran sich kritische Geister gern abarbeiten), K\u00f6ln ist auch eine Stadt der <strong>Kultur<\/strong> \u2013 immer noch, trotz einiger Misst\u00f6ne (siehe z.B. K\u00f6ln-Notizen #1).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Also mal positiv: In K\u00f6ln gibt es auch echt witzigen und ideenreichen Karneval; und seit einigen Jahren finden so erfreuliche Veranstaltungsreihen statt wie die LitCologne (im M\u00e4rz) und neuerdings die PhilCologne (im Juni).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Daneben floriert ganzj\u00e4hrig eine lebendige Kulturszene, die z.T. vom amtlichen K\u00f6ln kaum oder wenig wahrgenommen und gef\u00f6rdert wird und daher vom privaten Engagement und Initiativen &#8222;von unten&#8220; lebt \u2014 und nat\u00fcrlich von einem Publikum, das die Vielfalt zu sch\u00e4tzen wei\u00df und die Auff\u00fchrungen, Lesungen, Events, Gigs und Konzerte etc. besucht, was einer Gro\u00dfstadt wie K\u00f6ln, die sich auch als Kulturstadt r\u00fchmt, gut zu Gesicht steht. Entsprechend interessiert und ggf. kritisch beobachtet dieses gro\u00dfst\u00e4dtische Publikum aber auch den Umgang des offiziellen K\u00f6ln mit Kultur.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Entsprechend laut sind dann Proteste gegen K\u00fcrzungen oder Streichungen von F\u00f6rdergeldern f\u00fcr kulturelle Zwecke zu h\u00f6ren. &#8222;Kultur&#8220; zu f\u00f6rdern ist ja bekanntlich keine der gesetzlichen &#8222;Pflichtaufgaben&#8220; einer Kommune, also wird bei klammer Kasse dort auch zuerst der Rotstift angesetzt. In K\u00f6ln gab es deswegen in den letzten Jahren viel Zoff\u00a0\u2014 z.B. bei der Streichung von Zusch\u00fcssen f\u00fcr die Freie-Theater-Szene.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aber bleiben wir mal beim Erfreulichen. Die beiden o.g. Veranstaltungsreihen sehe ich auch im Lichte der Frage, wie sich die Geisteswissenschaften angemessener als unverzichtbarer Beitrag zur Kultur pr\u00e4sentieren und erweisen k\u00f6nnten. Die Kommunikation mit dem Publikum ist dabei ganz entscheidend. Darauf wies auch Richard David Precht in einem Interview mit dem KStA hin (26.06.13, S. 3 \/ <a href=\"http:\/\/www.ksta.de\/kultur\/richard-david-precht-alles-dreht-sich-um-das-richtige-leben,15189520,23515204.html\">http:\/\/www.ksta.de\/kultur\/richard-david-precht-alles-dreht-sich-um-das-richtige-leben,15189520,23515204.html<\/a>).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Precht auf die Frage, ob Philosophen sich mehr in den gesellschaftlichen Diskurs einmischen sollten: &#8222;Ich m\u00f6chte nicht jeden zwingen, sich einzumischen. Aber man sollte sich schon die Frage stellen, ob das, was man macht, nicht allein wissenschaftlich relevant ist, sondern auch gesellschaftlich.&#8220;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auch Geisteswissenschaftler, hier im Besonderen die Philosophen, leben und arbeiten ja nicht in einem verantwortungsfreien Raum. Dazu hat auch Julie Bogner-Lafranc Stellung genommen und an die Durchblicker appelliert, ihre gesellschaftliche Verantwortung nicht zu ignorieren und aufkl\u00e4rend zu wirken (&#8222;Nachwort f\u00fcr das akademische Publikum&#8220;, in: DIE BEATUS-CHRONIK, S. 137ff.).<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"https:\/\/www.fu-frechen.de\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/13g+.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-medium wp-image-256 aligncenter\" src=\"https:\/\/www.fu-frechen.de\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/13g+-300x219.jpg\" alt=\"13g+\" width=\"105\" height=\"77\" srcset=\"https:\/\/www.fu-frechen.de\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/13g+-300x219.jpg 300w, https:\/\/www.fu-frechen.de\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/13g+-624x457.jpg 624w, https:\/\/www.fu-frechen.de\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/13g+.jpg 864w\" sizes=\"(max-width: 105px) 100vw, 105px\" \/><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>K\u00f6ln hat nicht nur Kl\u00fcngel und teils kitschigen Karneval zu bieten (woran sich kritische Geister gern abarbeiten), K\u00f6ln ist auch eine Stadt der Kultur \u2013 immer noch, trotz einiger Misst\u00f6ne (siehe z.B. 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