{"id":8765,"date":"2024-04-10T01:32:15","date_gmt":"2024-04-09T23:32:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.fu-frechen.de\/?p=8765"},"modified":"2024-04-10T10:23:41","modified_gmt":"2024-04-10T08:23:41","slug":"miteinander-reden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fu-frechen.de\/?p=8765","title":{"rendered":"Miteinander reden"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-drop-cap\">A<strong>uch politische Talkshows im Fernsehen<\/strong> k\u00f6nnen zur Information und Meinungsbildung beitragen. Man h\u00f6rt verschiedene Argumente und Ansichten zu einem Thema, man h\u00f6rt Informationen in Zusammenh\u00e4nge gestellt, man kann sich ein differenzierteres Bild machen &#8212; inklusive der strittigen Punkte. <br>Doch sind es zwei Dinge, die mich nerven k\u00f6nnen: <br>1. PolitikerInnen in der Talkrunde tragen kontroverse Standpunkte vor, wollen aber (besonders in Wahlkampfzeiten)  die VertreterInnen anderer Standpunkte nicht ausreden lassen und sie daran hindern, ihre Position schl\u00fcssig darzulegen.<br>2. ModeratorInnen von Talkshows fallen ihren Talk-G\u00e4sten h\u00e4ufig oder sogar st\u00e4ndig ins Wort und lassen sie kaum einen Satz beenden, geschweige denn einen Gedanken ausf\u00fchren. Diese (in meinen Augen) Unart grassiert inzwischen besonders dann, wenn ein Politiker oder eine Politikerin interviewt wird und der\/die ModeratorIn sich besonders kritisch zeigen will oder &#8212; mehr noch &#8212; der Person gegen\u00fcber unbedingt unbeabsichtigte \u00c4u\u00dferungen und Enth\u00fcllungen entlocken will (indem er\/sie ihm\/ihr die klaren Gedanken verwirbeln und vorbereitete Statements zum Entgleisen bringen will). Das mag sinnvoll sein, um die Wiederholung schon oft geh\u00f6rter Worth\u00fclsen und Parolen zu unterbinden. Aber es nervt, wenn ich als Zuh\u00f6rer wissen will, wie diese Person ihre Ansicht begr\u00fcndet, und ich gereizt sehe, dass das st\u00e4ndig torpediert wird.<br>In beiden F\u00e4llen (1. und 2.) frage ich mich: Wozu schaue ich \u00fcberhaupt diese Sendung? Das Zuh\u00f6ren ist anstrengend, bringt mir aber nicht den erhofften Mehrwert an Information. Folge: Ich finde es nicht schade, solch eine Sendung zu verpassen. Ich kann meine Zeit und Aufmerksamkeit sinnvoller einsetzen.<\/p>\n\n\n\n<p>Schade, denn auch politische Talkshows k\u00f6nnen dazu beitragen, die Debattenkultur in diesem Lande als Vorbilder mitzugestalten, etwa indem sie zeigen, dass man einen Gespr\u00e4chspartner und keinen b\u00f6sen Feind gegen\u00fcber sitzen hat, dass man zuh\u00f6rt, ehe man dem Gegen\u00fcber widerspricht und die eigene Meinung sagt; indem man vorf\u00fchrt, dass miteinander reden als ein <em>gemeinsames Gespr\u00e4ch<\/em> gef\u00fchrt werden kann und nicht in polemisches Gez\u00e4nk ausarten muss. <\/p>\n\n\n\n<p>\u00dcbrigens schaue ich Polit-Talks nicht regelm\u00e4\u00dfig, und nicht alle. Vor einiger Zeit gewann ich den Eindruck, dass Markus Lanz (im ZDF) mit seinem oben unter 2. beschriebenen Verhalten auf andere ModeratorInnen abgef\u00e4rbt hat, z. B. Maischberger (im Ersten), die fast st\u00e4ndig dazwischen redet und in meinen Augen damit ihrer eigenen Sendung schadet. Will ich mehr Hintergrund-Information zu politischen Themen, dann schaue ich mir lieber am Sonntagmittag den Presseclub im Ersten an.<br>W. R.<br><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auch politische Talkshows im Fernsehen k\u00f6nnen zur Information und Meinungsbildung beitragen. Man h\u00f6rt verschiedene Argumente und Ansichten zu einem Thema, man h\u00f6rt Informationen in Zusammenh\u00e4nge gestellt, man kann sich ein differenzierteres Bild machen &#8212; inklusive der strittigen Punkte. Doch sind es zwei Dinge, die mich nerven k\u00f6nnen: 1. 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