{"id":9102,"date":"2024-11-11T14:37:28","date_gmt":"2024-11-11T13:37:28","guid":{"rendered":"https:\/\/www.fu-frechen.de\/?p=9102"},"modified":"2024-11-30T21:52:47","modified_gmt":"2024-11-30T20:52:47","slug":"koeln-notizen-nov-24","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fu-frechen.de\/?p=9102","title":{"rendered":"K\u00f6ln-Notizen Nov. &#8217;24"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-drop-cap\"><strong>DIE<\/strong> Investoren und die Manhattan-Fans lassen nicht locker: Schon in den fr\u00fchen Nuller-Jahren gab es einen Anlauf von Investoren und Manhattan-begeisterten Stadtpolitikern, in K\u00f6ln Wolkenkratzer hochzuziehen und damit das Stadtpanorama (in ihren Augen) zu verweltst\u00e4dtischen, dabei aber die pr\u00e4gende Wirkung des K\u00f6lner Doms mit Hochhaussilhouetten zuzuballern. Das wurde damals verhindert, auch mit der Drohung der Unesco, den Dom von der Liste des Weltkulturerbes zu streichen. Letzteres w\u00e4re konsequent gewesen, wenn K\u00f6ln selbst gezeigt h\u00e4tte, dass es seine Identit\u00e4t und das deutschlandweit beliebteste Wahrzeichen nicht mehr wertgesch\u00e4tzt h\u00e4tte.<br>Eine Folge des damaligen Streits war, dass K\u00f6ln 2007 ein <strong>H\u00f6henkonzept<\/strong> f\u00fcr die Bebauung beschloss, um k\u00fcnftig aus dem Rahmen fallende Bauplanungen schon im Vorfeld begrenzen zu k\u00f6nnen.<br>Dennoch versuchten immer mal wieder Bauherren, Ausnahmen von dieser Begrenzung zu erwirken. Aktuell ist es ein geplantes 50 m hohes Geb\u00e4ude am &#8222;Weltstadthaus&#8220; an der Schildergasse, das die Gem\u00fcter erregt. Das Vorhaben st\u00f6\u00dft auf Protest, auch vom Pfarrer der nahen Antoniterkirche. In einem Bericht des K\u00f6lner Stadt-Anzeigers vom 7.11.24 beschwert er sich: Viele Auflagen waren bei Bauten rund um die Antoniterkirche zu beachten, nicht nur wegen des H\u00f6henkonzeptes, auch wegen des benachbarten Weltstadthauses. Und nun dies!<br>Zudem: W\u00fcrde diese H\u00f6henausnahme zugelassen, g\u00e4be es wahrscheinlich einen Dammbruch, weitere Bauherren st\u00fcnden Schlange&#8230;<br>Im Kern geht es den Bauherren bzw. Investoren nat\u00fcrlich um die Rendite pro qm. Daher wollen sie auf teurem Baugrund m\u00f6glichst viel umbauten Raum schaffen, also in die H\u00f6he bauen. Das ist die finanzielle Seite. <br>Die andere Seite ist grunds\u00e4tzlich, ob sich ein Bauvorhaben a) ins Gesamtbild der Umgebung einf\u00fcgt oder st\u00f6rend heraussticht, und b) ob es sich mit dem Denkmalschutz vertr\u00e4gt und R\u00fccksicht auf die Substanz und optische Wirkung vorhandener Denkm\u00e4ler nimmt. <br><br>Ausf\u00fchrlich habe ich den Streit der Nuller-Jahre schon 2013 im Buch &#8222;Die Beatus-Chronik&#8220;, S. 120-123, kommentiert und eingeordnet. &#8211; &#8211; &#8211;<br><br><em>Anderes Thema:<\/em> In den K\u00f6ln-Notizen#18 vom 12.2.15 war bereits von der Sessionser\u00f6ffnung des K\u00f6lner Karnevals und von Goethes &#8222;Qualit\u00e4tssiegel&#8220; die Rede. Nach den Erfahrungen der vergangenen zwei Jahre im Bereich Z\u00fclpicher Stra\u00dfe und auf der &#8222;Ausweichfl\u00e4che&#8220; Uni-Wiesen muss man einr\u00e4umen: Der K\u00f6lner Karneval, von Goethe vor ca. 100 Jahren zum Kulturgut geadelt, k\u00f6nnte seinen Ruf einb\u00fc\u00dfen und wie vor einem Jahrhundert wieder zum reinen Bes\u00e4ufnis mit Sittenlosigkeit herabsinken, wenn weiterhin Massen von jungen Leuten nach K\u00f6ln str\u00f6men, um sich dort vollaufen und gehen zu lassen. &#8211; &#8211; &#8211;<br><br>W. R. <br><br><br><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>DIE Investoren und die Manhattan-Fans lassen nicht locker: Schon in den fr\u00fchen Nuller-Jahren gab es einen Anlauf von Investoren und Manhattan-begeisterten Stadtpolitikern, in K\u00f6ln Wolkenkratzer hochzuziehen und damit das Stadtpanorama (in ihren Augen) zu verweltst\u00e4dtischen, dabei aber die pr\u00e4gende Wirkung des K\u00f6lner Doms mit Hochhaussilhouetten zuzuballern. 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