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Köln-Notizen und Sonstiges Köln betreffend

Köln-Notizen #7

50Es ist der 6. August, ein besonderes Datum, das man nicht so leicht vergisst. An diesem Tag im Jahr 1945 fand der erste Einsatz einer Atombombe statt, sie wurde über der japanischen Großstadt Hiroshima abgeworfen mit dem Ziel, möglichst viel Zerstörung und Tod anzurichten und möglichst großen Schrecken zu verbreiten.

In Köln, zwischen dem Japanischen Kulturinstitut am Aachener Weiher und der Universität, heißt ein Park seit einigen Jahren Hiroshima-Nagasaki-Park. Über Nagasaki wurde ein paar Tage nach der ersten die zweite Atombombe abgeworfen.

Eigentlich nennt man so etwas Terror. Aber hier handelt es sich ja um Maßnahmen eines mächtigen Staates, und der hatte ja erklärtermaßen nur Gutes im Sinn: Man wollte möglichst wenige Menschenleben opfern, wohlgemerkt die Leben amerikanischer Soldaten, während man Japan zur Kapitulation zwang. Also musste Japan mit einem Riesenschock zum Aufgeben gezwungen werden, einem Schock, ausgelöst durch das schlagartige Auslöschen sehr vieler Leben japanischer Zivilisten. Nebenbei waren zumindest die beteiligten Wissenschaftler und Techniker daran interessiert, bei diesem ersten Kriegseinsatz der A-Bombe die realen Auswirkungen zu beobachten, also: einen Test auf Feindesgebiet durchzuführen.

Die realen Auswirkungen – wir kennen wohl alle die Filmaufnahmen, die Tage später im zerstörten Zentrum von Hiroshima gedreht wurden – sind mit Worten kaum zu fassen und mit keinem vorherigen Waffeneinsatz vergleichbar. Die Menschen waren nicht vorgewarnt, und bis heute sind die Spätfolgen, die schweren Erkrankungen tausender verstrahlter Menschen, an denen die meisten längst vorzeitig verstorben sind, in Japan präsent.

Umso eindringlicher appellierten viele Demonstranten in Japan nach dem Reaktor-GAU von Fukushima, die Gefahren im Umgang mit Atomkraft nicht herunterzuspielen. Aber die Politik und die Betreiber von Atomkraftwerken sträuben sich dagegen, ihre gut geölte Verzahnung, die über Jahrzehnte den Ausbau der Nutzung von  Atomkraft den Japanern als notwendig und sicher verkauft hat, zu revidieren und z.B. Kurs auf den Ausbau der Nutzung erneuerbarer Energien zu nehmen.

Merkwürdigerweise wurden die an den Spätfolgen leidenden Opfer von Hiroshima und Nagasaki jahrzehntelang in der Öffentlichkeit eher versteckt und fast wie Unpersonen behandelt. Warum? 1. Sie erinnerten die Japaner an die schwere Niederlage am Ende des Zweiten Weltkrieges. 2. Sie erinnerten an die gefährlichen Wirkungen freigesetzter radioaktiver Strahlung, und die wollte man von offizieller Seite möglichst verdrängen.

Man lernt daraus, wie nicht nur von Einzelpersonen, sondern auch kollektiv von ganzen Nationen unangenehme Erinnerungen verdrängt werden können. Das gibt es nicht nur in Japan, sondern überall auf der Welt, wo Menschen sich schwer damit tun, sich einer schmerzlichen Wahrheit zu stellen. (siehe auch >Köln-Notizen #4)

In Deutschland hatten wir z.B. die von Hindenburg freigesetzte Dolchstoßlegende: Der Erste Weltkrieg sei nicht durch eine militärische Niederlage verloren gegangen, die Hindenburg &Co zu verantworten hatten, sondern die Revolutionäre in der Heimat hätten der deutschen Front von hinten einen Dolchstoß versetzt und damit die Niederlage verschuldet. Hindenburg log sich und Ludendorff damit aus der Verantwortung und belastete für die Folgezeit das politische Klima der Weimarer Republik. Und viele Deutsche glaubten gern, dass ihre Helden-Armee „im Felde unbesiegt“ gewesen sei. Sie wählten Hindenburg später sogar zum Reichspräsidenten!

Nach diesem Muster versuchten sich in Deutschland immer wieder braun-verseuchte Köpfe an der Konstruktion einer „Auschwitz-Legende“. Nach dem Verdrängungs- und Nicht-Wahrhaben-Wollen-Prinzip wurden die Opferzahlen der Nazi-Mordindustrie heruntergespielt. Man baute darauf, dass viele Menschen gerne die verbrecherische Grundrichtung des Nazi-Regimes verdrängen wollten. Das hat aber nur bei Wenigen funktioniert.

Übrigens darf man froh sein, dass Hitler nicht über die Atombombe verfügte. Er hätte seinen Satz „Wir werden ihre Städte ausradieren“ hemmungslos in die Tat umgesetzt. Man darf froh sein, dass der Zweite Weltkrieg in Europa schon im Mai 1945 mit der deutschen Kapitulation zu Ende war – sonst hätten die USA die Bombe zuerst bei uns eingesetzt.

Man lernt daraus – oder sollte das zumindest daraus lernen: Krieg ist Mist, und wem immer er im Einzelfall auch Nutzen bringen mag, die Verlierer und Leidtragenden sind immer die große Mehrheit der Menschen. Das haben wenigstens die Menschen in Europa weitgehend kapiert. Und darum hat Köln auch einen Friedenspark: Den findet man am Ende der Südstadt in Rheinnähe, wo vom ehemaligen preußischen Befestigungsgürtel Kölns ein Fort übriggeblieben ist. Wenn man dort spazierengeht, den Frieden genießt und die Kinder spielen sieht, dann wird einem wohler.

W. R.

13g+

Köln-Notizen #5

50

„Historiker entsetzt über Stadt Köln“, überschreibt der KStA von Dienstag, 16.07.2013, auf S.22 seinen Bericht über den Skandal um die Planung zum Neubau des Kölner Stadtarchivs. Aus der Presse-mitteilung nationaler Verbände von Archivaren und Historikern wird u.a. zitiert: „In einem unwürdigen Schauspiel begräbt die Stadt Köln ihr Stadtarchiv ein zweites Mal, diesmal im letztlich undurchschaubaren Gewirr ihrer Entscheidungen.“ Offenbar sei den Verantwortlichen die Tragweite ihrer Hinhaltepolitik in keiner Weise bewusst.

Wir haben zur Sache schon in den Köln-Notizen #1 berichtet, und unser Kommentar dort (neben dem Bild) hat leider weiterhin Gültigkeit.

W. R.

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Köln-Notizen #4

50Das zerbombte Köln 1945 – wer kennt sie nicht, diese Fotos von der verheerten Trümmerlandschaft, aus der nur der Dom scheinbar unversehrt herausragt? Die Innenstadt war nicht mehr wiederzuerkennen. Das Entsetzen steckte allen Kölnern in den Knochen, die den Krieg und seine Schrecken überlebt hatten und in ihre Heimatstadt zurückkehrten. Da war es für viele wohl ein zu großer seelischer Kraftakt, auch noch zuzugeben, dass sie die Katastrophe mitverschuldet hatten durch ihre Duldung oder Unterstützung des NS-Regimes.

Im Kölner Stadt-Anzeiger von heute, 08.07.2013, beschreibt Carl Dietmar ganzseitig den Umgang der Kölner mit dieser seelischen Belastung. Insbesondere geht er der Frage nach, wie es zu der Nachkriegslegende kam, Köln sei ein Hort des Widerstandes gewesen, in dieser Stadt habe es stärkere Vorbehalte gegen Hitler gegeben als in vielen anderen deutschen Großstädten. Dietmar stellt fest:

Die überwiegende Mehrheit der Kölner hat die NS-Herrschaft, wenn auch unter beispiellosem systemimmanentem und kollektiven Druck, mehr oder weniger widerspruchslos hingenommen – oder angepasst mitgetragen.

Im anschließenden Gespräch Dietmars mit Werner Jung, dem Leiter des Kölner NS-Dokumentationszentrums, liest man, dass die Aufarbeitung von Schuld bei der großen Masse schnell in den Hintergrund gedrängt wurde, weil man den Aufbau eines neuen, demokratischen Gemeinwesens angehen musste und nicht Millionen von „Belasteten“ wegen ihrer Parteimitgliedschaft in der NSDAP einfach ausschließen konnte: Es bestand eine personelle Kontinuität in fast allen Bereichen, und diese Kontinuität machte dann, erst recht in der Phase von Kaltem Krieg und Wirtschaftswunder, das konsequente Verdrängen der Vergangenheit möglich.

Carl Dietmar hat in einem früheren Artikel schon gezeigt, dass man im Kölner Karneval diese Widerstandslegende pflegte und dabei verdrängte, wie wenig tatsächlich der Vereinnahmung durch die Nazis entgegengesetzt wurde, und das auch eher nur im organisatorischen, formalen Bereich.

Wir, die wir heute in bequemer Distanz, mit mehr Hintergrundinformation und in einem völlig anderen gesellschaftlichen und politischen Umfeld urteilen können, sollten uns nicht zu einer schnellen, hämischen Verurteilung der damals erwachsenen Menschen hinreißen lassen. Verdrängung von unbequemer oder kaum zu ertragender seelischer Belastung ist ein menschliches Phänomen, das wahrlich nicht auf Köln oder die Nachkriegszeit beschränkt ist.

Noch in den Jahren um 2000 regten sich viele, vor allem ältere Deutsche über die damalige Wehrmachtsausstellung auf, die der Beteiligung regulärer Soldaten (nicht SS etc.) an Gräueltaten und Kriegsverbrechen im Zweiten Weltkrieg besondere Aufmerksamkeit widmete und damit der Legende entgegentrat, die Wehrmacht sei „sauber“ geblieben und habe sich nicht in die Verbrechen des Regimes verstrickt.

Das ist nicht auf Deutschland beschränkt, Menschen in anderen Ländern verdrängen solch unbequeme Wahrheiten auch ganz gern. Das ist z.T. eine Folge der üblichen Kriegspropaganda: Unsere Jungs kämpfen auf der richtigen Seite, wir sind die „Guten“, dagegen die zu Feinden erklärten Anderen die „Bösen“. Dieses Schwarz-Weiß-Schema ist eine Beleidigung für jeden intakten Verstand, hilft aber dem Oberkommando bei der Emotionalisierung der eigenen Bevölkerung, die dabei ihre eigene Erfahrung und Menschenkenntnis vergessen soll.

Als z.B. eine Fernseh-Dokumentaton der BBC über das Massaker von Srebenica (1995) nach 2000 im serbischen Fernsehen ausgestrahlt wurde, ging ein Aufschrei der Empörung durch das Land: Unsere jungen Helden haben so etwas nicht getan — sie haben nur für die heilige serbische Nation gekämpft!

Es hat einige Zeit gedauert, bis verständige Leute wenigstens einen Teil ihrer serbischen Landsleute davon überzeugen konnten, zumindest einen Teil dieser Verbrechen für wahr zu halten: Serbische Soldaten (bzw. Milizionäre) unter dem Kommando des Generals Mladic hatten ca. 8000 unbewaffnete männliche Personen aus Srebenica mitgenommen und auf einem Marsch im Gelände umgebracht (Näheres >Wikipedia >Massaker von Srebenica). Mladic befahl diese Aktion gezielt, um Feindschaft zu vertiefen und spätere Versöhnung zu torpedieren.

Menschen laden bisweilen Schuld auf sich, indem sie unkritisch einer Fahne hinterherlaufen und ihren Verstand ebenso wie ihren Fähigkeit zum Mitgefühl (Empathie) zurücklassen. Falls sie später Verstand und Empathie wiederfinden und zur Einsicht kommen, finden sie meist selbst schrecklich, wozu sie sich haben hinreißen lassen, und verdrängen es. Wenn nicht, zerbrechen sie an ihrer Schuld — oder bleiben fanatische Rechtfertiger der unter dieser Fahne begangenen Missetaten.

Der sinnvolle Weg zur Heilung dessen, was sich nicht ungeschehen machen lässt, ist die Aufarbeitung der Schuld, indem man sich den Tatsachen stellt, indem man, statt totzuschweigen, im Gespräch das Belastende benennt, sich damit auseinandersetzt, und lernt, damit zu leben. Das hört sich leichter an, als es für Betroffene ist. Darum flüchten Viele lieber in die Verdrängung. So gibt es z.B. immer noch Menschen, die den Holocaust leugnen oder die Zahl der Opfer nicht anerkennen wollen. Sie erkennen nicht einmal, dass sie selbst Opfer sind — von Täuschung und Selbsttäuschung.

Sich den Tatsachen stellen heißt auch: Wahrhaben, dass man Mitmenschen Empathie und menschliche Solidarität verweigert hat, dass man sie als „Feinde“ entmenschlicht und sie kaltherzig zu Opfern gemacht hat. Und dass man damit sich selbst ein Stück Menschlichkeit genommen hat.

W. R.

13g+

Köln-Notizen #2

50Köln hat nicht nur Klüngel und teils kitschigen Karneval zu bieten (woran sich kritische Geister gern abarbeiten), Köln ist auch eine Stadt der Kultur – immer noch, trotz einiger Misstöne (siehe z.B. Köln-Notizen #1).

Also mal positiv: In Köln gibt es auch echt witzigen und ideenreichen Karneval; und seit einigen Jahren finden so erfreuliche Veranstaltungsreihen statt wie die LitCologne (im März) und neuerdings die PhilCologne (im Juni).

Daneben floriert ganzjährig eine lebendige Kulturszene, die z.T. vom amtlichen Köln kaum oder wenig wahrgenommen und gefördert wird und daher vom privaten Engagement und Initiativen „von unten“ lebt — und natürlich von einem Publikum, das die Vielfalt zu schätzen weiß und die Aufführungen, Lesungen, Events, Gigs und Konzerte etc. besucht, was einer Großstadt wie Köln, die sich auch als Kulturstadt rühmt, gut zu Gesicht steht. Entsprechend interessiert und ggf. kritisch beobachtet dieses großstädtische Publikum aber auch den Umgang des offiziellen Köln mit Kultur.

Entsprechend laut sind dann Proteste gegen Kürzungen oder Streichungen von Fördergeldern für kulturelle Zwecke zu hören. „Kultur“ zu fördern ist ja bekanntlich keine der gesetzlichen „Pflichtaufgaben“ einer Kommune, also wird bei klammer Kasse dort auch zuerst der Rotstift angesetzt. In Köln gab es deswegen in den letzten Jahren viel Zoff — z.B. bei der Streichung von Zuschüssen für die Freie-Theater-Szene.

Aber bleiben wir mal beim Erfreulichen. Die beiden o.g. Veranstaltungsreihen sehe ich auch im Lichte der Frage, wie sich die Geisteswissenschaften angemessener als unverzichtbarer Beitrag zur Kultur präsentieren und erweisen könnten. Die Kommunikation mit dem Publikum ist dabei ganz entscheidend. Darauf wies auch Richard David Precht in einem Interview mit dem KStA hin (26.06.13, S. 3 / http://www.ksta.de/kultur/richard-david-precht-alles-dreht-sich-um-das-richtige-leben,15189520,23515204.html).

Precht auf die Frage, ob Philosophen sich mehr in den gesellschaftlichen Diskurs einmischen sollten: „Ich möchte nicht jeden zwingen, sich einzumischen. Aber man sollte sich schon die Frage stellen, ob das, was man macht, nicht allein wissenschaftlich relevant ist, sondern auch gesellschaftlich.“

Auch Geisteswissenschaftler, hier im Besonderen die Philosophen, leben und arbeiten ja nicht in einem verantwortungsfreien Raum. Dazu hat auch Julie Bogner-Lafranc Stellung genommen und an die Durchblicker appelliert, ihre gesellschaftliche Verantwortung nicht zu ignorieren und aufklärend zu wirken („Nachwort für das akademische Publikum“, in: DIE BEATUS-CHRONIK, S. 137ff.).

13g+

Köln-Notizen #1

50Im Kölner Stadtrat wurde im April 2013 vorgeschlagen, die bereits beschlossene Planung für den Archiv-Neubau zu überdenken, genauer: den Entwurf abzuspecken und eine billigere Version zu planen, in die die Kunst- und Museumsbibliothek nun doch nicht integriert werden soll.

Köln hat zwar einerseits Finanzprobleme, andererseits aber die Verpflichtung, das Stadtarchiv nach dem Desaster von 2009 in angemessener Weise wieder zu errichten und sich als Kulturstadt nicht selbst zu desavouieren. Die Initiative „Archivkomplex“ hat gegen die Revisionsabsichten eine Petition verfasst, die alle interessierten BürgerInnen im Internet lesen und ggf. unterschreiben können: www.archivkomplex.de. Der Autor W. R. hat dies natürlich bereits getan.

Nach Umfragen sollen Anfang Juni 2013 die Mehrheit der Kölner Bürger für die Sparversion sein. Vermutlich steht das im Zusammenhang mit der Diskussion um die Archäologische Zone am Rathaus – ein völlig anderes Projekt. Vielleicht sind es „der Kultur“ weniger nahestehende Befragte, die lieber z.B. mehr Schlaglöcher auf den Straße Kölns repariert sehen wollen. (Umfrage siehe KStA 8./9.6.13, S. 36)

Die Frage ist nur, ob man verschiedene Ausgabenbereiche so gegeneinander ausspielen kann; ebenso ist die Frage, ob die Stadt bei klammer Kasse „einfach“ da Gelder streichen soll, wo es sich nicht um die sogenannten Pflichtaufgaben handelt – also bei „der Kultur“.

01fDie Frage ist auch, ob sich Köln einen (weiteren) Ansehensverlust leisten will, indem es vier Jahre nach dem Einsturz seines Stadtarchivs (schon wieder) langfristig wichtige kulturelle Institutionen stiefmütterlich behandelt, die über Köln hinaus von Bedeutung sind.

Man kann hier nicht achselzuckend sagen: Jeder blamiert sich eben, so gut er kann. Hier geht es um Entscheidungen mit langfristiger Tragweite, die nicht im nächsten Haushaltsjahr oder nach den nächsten Kommunalwahlen einfach revidiert werden können.

Die Entscheidung im Kölner Stadtrat ist vom 18.06. auf den 18.07.2013 verschoben worden. Also: Zeit, noch Proteste zu senden und ggf. an weiteren Protestaktionen teilzunehmen.

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Wie steht es eigentlich währenddessen in den stillen Hallen, wo die materiellen Schäden am Kölner Archivgut aufgearbeitet werden? In welcher Art die Archivalien Schaden genommen haben, und wie sie restauriert werden, kann man im Überblick auf www.stadt-koeln.de/kulturstadt/historisches-archiv  lesen und anschauen.

Bei einer Führung durch das RDZ in Köln-Porz konnte der SR der F.U.F. selbst sehen, wie viele Fachkräfte mit Spezialpinseln und -schwämmen etc.29-RDZ, 10.10.2012 behutsam an der Säuberung und Restaurierung der geborgenen Stücke arbeiten. Im RDZ steht auch eine große Maschine, die die durchfeuchteten Akten und Bücher, die nach der Bergung umgehend vereist worden waren, um Verfallsprozesse zu stoppen, langsam auftaut und zugleich trocknet, sodass kein Pilzbefall entsteht. Die Maschine ist enorm teuer, es gibt nur wenige davon.

W. R.

55-Ornam.1b+